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Oratorium

Dieterich Buxtehude (1637 - 1707)

"Das Jüngste Gericht"

Samstag, 9. März 2018 / 20:00 Uhr
Kirche St. Oswald, Zug
Musikerinnen und Musiker
auf Originalinstrumenten
Sonntag, 10. März 2019 / 17:00 Uhr
Ref. Kirche, Affoltern am Albis
Vokal-Solistinnen
und -Solisten
Vokalensemble Messa di Voce
Konzerteinführung jeweils
45 Minuten vor Konzertbeginn
Empfohlene Tür-Kollekte Fr. 20.- bis 30.- Leitung: Manuela Hager

Opernhaftes Oratorium oder Geistliche Oper?  Eine Rarität!

Obwohl der norddeutsche Barockkomponist Dieterich Buxtehude in seiner langen Tätigkeit als Kirchenmusiker an St. Marien Lübeck jährlich für die berühmten „Abendmusiken“ grosse und lange Oratorien komponiert hat, ist davon keines mehr erhalten. Oder vielleicht doch? Bei „Wacht! Euch zum Streit gefasset macht“ alias „Das Jüngste Gericht“ deutet sehr vieles darauf hin, dass es von Buxtehude stammt.

Das in Originallänge mehr als 2 Stunden dauernde Werk besteht aus 3 Akten, in denen es in verschiedenen Bildern und Ausprägungen darum geht, dass der Mensch im irdischen Leben stets den Versuchungen und Verlockungen der Sünden zu widerstehen hat. Der Chor, meist als Gemeinde der Gläubigen eingesetzt, denkt nach, fordert auf, warnt oder kommentiert in Chorälen, ähnlich wie in den berühmten Barockoratorien von Händel oder Bach. Durch den schnellen Wechsel von instrumentalen, chorischen, solistischen und Ensemble-Passagen, sowie kontrastierenden Aussagen, ist das Werk sehr abwechslungsreich.

Die musikalische Leiterin Manuela Hager hat für das Vokalensemble Messa di Voce und das Publikum der heutigen Zeit das Werk auf eine „wohlverdauliche“ Konzertlänge von ca. 75 Minuten gekürzt, ohne der Handlung die Substanz und der Musik die grössten Schönheiten zu nehmen.

Originalklang

Das „Jüngste Gericht“ wird gemeinsam mit  auserwählten spezialisierten Instrumentalisten (Streicher und Continuogruppe mit Theorbe) auf Originalklang-Instrumenten interpretiert. Dazu kommen fünf Gesangssolistinnen und –Solisten.

Die Konzertlokalitäten

In der Zuger Kirche St. Oswald wird das Publikum das Jüngste Gericht nicht nur hören, sondern auch sehen. Die entsprechende Wandmalerei von Melchior Paul von Deschwanden thront über dem Chor. Manuela Hager wird bei ihrer Werkeinführung darauf Bezug nehmen.

Für die zweite Aufführung gastiert Messa di Voce in der Ref. Kirche Affoltern a. A., die von der Grösse und Stimmung her auch sehr gut zur Besetzung des Konzertes passt. Aus dieser Region singen einige Ensemblemitglieder bei Messa di Voce mit.