Pressestimmen

Zum "Magnificat"-Programm Dezember 2016

(...)Über die sichere Wiedergabe des Notentextes hinaus beeindruckten eine tadellose Intonation und der in verschiedensten Besetzungen immer wieder abgerundete Gesamtklang.(...)

Am konsequentesten beim Barockgesang blieb erwartungsgemäss die gleichzeitig als Dirigentin und Sopransolistin aktive Manuela Hager. Mit präziser Stimmführung interpretierte Roger Tanner die mehr baritonal gesetzte Arie in der Bach-Kantate. (...) Beeindruckend gelangen die Einsätze der jungen Altistin Anna Nero. Ihre vor allem auch nach der Tiefe sehr voluminöse Stimme ist ein Versprechen für die Zukunft.(...)

Jürg Röthlisberger, Zuger Zeitung, 12. Dezember 2016


Zum Requiem von D. Cimarosa

(...)Dank ausgezeichneter Vorbereitung, insbesondere von Seiten des Chors, wirkte alles stilgerecht und in sich voll überzeugend. (...) Die Chormitglieder haben mit dem Barockgesang offensichtlich auch eine Atemtechnik gelernt, welche in allen Lagen eine tadellose Intonation gewährleistete. Die sehr kleinen Stimmgruppen überzeugten durch erstaunlich gute klangliche Homogenität, und als Stimmführer vermochten die vier Vokalsolisten (Nuria Richner, Anne-Lise Latouche-Hallé, Roger Tanner und Christian Peter Meier) den Einsätzen eine feine zusätzliche Prägnanz zu geben (...)

Im Raum der Kirche St. Matthias in Steinhausen wirkte die Komposition nicht verweltlicht, wie ihr manchmal vorgeworfen wurde, sondern fast lieblich und vor allem tröstlich, was sich an einer Trauerfeier auch theologisch rechtfertigen lässt. (...)

Häufiger - oft nur für wenige Takte - wurde jetzt (im zweiten Teil) dem Chor das Solistenquartett gegenübergestellt. Trotz unterschiedlicher Timbrierung fanden die Solisten dabei einen abgerundeten und in sich homogenen Gesamtklang, allerdings mit der Einschränkung, dass die Männer manchmal zu stark dominierten (...)

Auf dem gedruckten Programm erschien der Bach-Choral wie ein Anhängsel. In der Wiedergabe wurde er aber direkt an das Requiem angefügt, womit eine gewisse Rückbesinnung auf den Anfang stattfand - etwas, was auch der Gesamtform zugutekam. Als Konzertauftakt spielte Carl Rütti auf der Hauptorgel Fantasie und Fuge BWV 542 von J..S. Bach. Die Zwischenteile des zweiten Themas innerhalb der Fantasie markierte er mehr durch weichere Registrierung als durch ein langsameres Tempo. Transparent und mit nie aufdringlichen Registerwechseln erschienen die Hauptteile der Fuge: eine lange Exposition, zwei auf das Manual beschränkte Zwischenteile und die harmonisch kühne Überleitung in den Schluss.

Jürg Röthlisberger, Zuger Zeitung. 2.3.2015

 



Zum Konzert "Vielfalt der Barocken Kantatenkunst"

... Für das Konzert ihres Vokalensembles Messa di Voce ... hat sich die Zuger Musikerin Manuela Hager in die staubigen Tiefen des Musikalienarchivs in Basel begeben, dabei sogar grünes Licht für einen an sich nicht zugänglichen Bereich erhalten und wahre Perlen ausgegraben. ... Sicher war, dass den Zuschauern das grosse Privileg zuteil werden sollte, Zeuge der glanzvollen Reinkarnation jahrhundertealter Musikliteratur zu werden.

... Der Auftritt der Musiker um Manuela Hager darf ungeniert als Konzert der Superlative bezeichnet werden. ... Das Zusammenspiel von Vokal- und Instrumentalensemble funktionierte bestens, die Intonation erfolgte souverän und sattelfest, als gehörten sämtliche Werke zum fixen Repertoire von Messa di Voce.

... Als besonders festlich und geradezu hinreissend erwies sich das "Jauchztet Gott alle Lande" von J.J. Weiland, in dem die Sopranistin ... mit einer lupenreinen Leistung sprichwörtlich verzauberte. ... Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Messa di Voce ein im wahrsten Sinne des Wortes einmalige und zudem sehr aufwändiges Konzert geliefert haben, und das auf höchstem Niveau. ... Der ausgiebige Beifall zum Schluss sprach für sich.

Andreas Fässler, Zuger Zeitung, Ende Januar 2014

 

Zum Konzert  "Maria zu Ehren"

... Besonders interessant am Programm: Die Werkspanne reicht vom 14. bis ins 21. Jahrhundert. So beginnt das Konzert mit einem sehr selten aufgeführten Marienlied des Schweizer Priesters Heinrich von Laufenberg (1390 bis 1460) und mit Gregorianik aus England und Mitteleuropa. Es folgen weitere Lobgesänge auf die Heilige Jungfrau aus Renaissance, Barock, Romantik und Moderne. Nicht nur zeitlich, sonernd auch stimmlich ist das Programm aufbauend konzipiert: Beginnt es mit einstimmigem Frauengesang, wird es bald zwei- und dreistimmig. Schliesslich setzen auch die Mãnnerstimmen ein... Der Neustart der Zuger Vokalisten als Messa die Voce erfolgte mit Bachkantaten. "Das stiess auf grosse Resonanz", erinnert sich Manuela Hager. Heute schaut sie mit berechtigtem Stolz auf die letzten Jahre zurück, hat sie Messa di Voce doch zu einem stabilen Chor geformt, der sich gesanglich auf hohem Niveau bewegt.

Andreas Fãssler, Zuger Zeitung, 3.5.2012

 

...Der Chor hat sich im Vorfeld ein Ziel aufgestellt: "Die Musik soll wie Honig fliessen und zum Schwelgen einladen", erklãrt die Dirigentin. Dieses Ziel hat der Chor sicher erreichen können. Die Mehrstimmigkeit der Sänger füllt die Kirche mit Harmonie, die starken Sopran-, Alt-, Tenor - und Bass-Stimmen überzeigen. Sie können besonders wirken, da der Chor auf instrumentale Begleitung verzichtet. Einzig Pius Strassmann führt die Lieder mit seiner Blockflöte ein, begleitet sie teilweise und ergãnzt den Gesang mit seinen Improvisationen zwischen den Stücken. Diese Improvisationen sind eine gute Abwechslung zum Chorgesang, und Pius Strassmann spielt fantasievoll mit den Möglichkeiten der Blockflöte, lässt zum Teil wilde und verrückte Töne erklingen.
Beim letzten "Ave Maria" stellen sich die Sängerinnen und Sänger im Halbkreis auf und schliessen somit das Publikum zum "Grande Finale" mit ihrem Gesang ein. Die Zuhörer sind begeistert, applaudieren heftig, und es gibt sogar Standing Ovations.

Marceline Iten, Zuger Zeitung, Ausgabe Zuger Gemeinden, 7.5.2012

 

Zum Konzert "Die grossen Lobgesänge". An der Orgel Carl Rütti

(...) Im zweiten Teil, dem Magnificat, dem Lobgesang der Maria, fanden sich gleich zwei Highlights. Einerseits der schnelle Wechsel zwischen Fortissimo und Pianissimo beim Stanford-Stück "My Soul doth Magnify the Lord" wie auch das Sopran-Solo von Manuela Hager im Magnificat von Carl Rütti. (...) Nebst der Leitung des Chores Messa di Voce (...) ist Manuela Hager auch verantwortlich für die Auswahl der Stücke. So spürte sie zum Beispiel das älteste Stück "Magnificat anima mea Dominum (1430) in der Basler Bibliothek (der Schola Cantorum) auf. (...) Dieses Prachtwerk ("Nunc dimittis" von Carl Rütti) bildete das Schlussbouquet des Chorabends. Chor und Solo-Tenor Roger D. Tanner machten die eigenwillige Komposition des Lobgesangs des Simeon unvergesslich.

Monica Maggi, Zugerbieter, April 2011

 

(...) Der Chor wechselt auf die Empore und wieder in den Altarraum, und im dritten Lobgesang begeistert Rütti mit seiner Eigenkomposition Nunc Dimittis. Das Gurren zweier Opfertauben ist als Motiv verwebt. "Lumen, lumen, lumen" singt der Chor, das Licht, das kommt, da Simeon sterben kann, weil er den Messias gesehen hat. Das Tenorsolo, das hell und klar durch die Halle schlägt, das alles vewächst mit Carl Rüttis Spiel. Bis man statt Menschen und Orgel einen neuen Ton klingen glauben hört: Glocken. Und erst nach einer gemessenen Zeit der Stille steht man auf und klatscht begeistert Beifall.

Falco Meyer, Zuger Zeitung

 

Zu Buxtehudes "Membra Jesu nostri"

(...) Am gut besuchten Passionskonzert in der Kirche St. Matthias Steinhausen war eines der wichtigsten und interessantesten geistlichen Werke Dietrich Buxtehudes zu hören: Membra Jesu nostri, ein Zyklus von sieben Kantaten. (...) Der Sängerschar unter der Leitung der Zugerin Manuela Hager, die auch als Sopranistin tätig ist, gelang es exzellent, sich in den Kantatenzyklus hineinzufühlen. Die Dirigentin führte den Chor souverän und war massgeblich am Erfolg der Aufführung beteiligt. So wurden etwas die Chorstellen "Illustra faciem tuam" und das fugierte "Amen" am Ende der 7. Kantate zum besonderen Erlebnis. (...)

Hannes E. Müller, Zuger Zeitung, März 2010

 

Zum Konzert"Meilensteine der geistlichen Motette"

(...) Am klarsten im Sinne des Stilprinzips gelang das wenig bekannte "Miserere" von Gregorio Allegri (1582-1652). Der Hauptchor gruppierte sich mit wahllos vermischten Einzelstimmen , was jeden Mitwirkenden zum direkten Einzelkontakt mit der Dirigentin zwang. Durch das ganze Programm überzeugte die sichere Vorbereitung, was eine tadellose Intonation ermöglichte. Die prägnante Aussprache machte das verteilte Textblatt über weite Strecken entbehrlich. (...) Die lebendig gestalteten kurzen Rezitative des Tenors Roger Tanner bildeten meist die Brücke zu einem Echo-Soloquartett. Bei diesem beeindruckte vor allem die Leistung des Knabensoprans Jonathan Basedau, welcher mehrmals scheinbar mühelos das hohe C erreichte. (...)

Jürg Röthlisberger  -  18. Januar 2009

 

Zum Konzert "Bach- Kantaten"

Die Soli für Tenor und Bariton betreuten solid Christian Strübi und Roman Walker, das Sopransolo besonders klangschön Sängerinnen aus dem Chor. Die Gesamtleitung lag gut aufgehoben in den Händen von Manuela Hager. Mit "Messa di voce" wird das An- und Abschwellen langer Töne bezeichnet, eine in letzter Zeit vielbeschworene alte Gesangstechnik. Es war unüberhörbar, dass der Chor sich fundiert mit ihr auseinandergesetzt hatte. Sein Vortrag gefiel jedoch vor allem durch gepflegte Tongebung, aufmerksam koordinierte Vielstimmigkeit, natürliche Lebendigkeit und einen leichten und durchwärmten Klang.
Andreas Nievergelt, Zuger Zeitung vom 14.01.2008